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Anfrage: Kastrationspflicht für Freigängerkatzen

Die Tierschutzvereine im Kreis fordern schon länger eine Kastrationspflicht für sogenannte Freigängerkatzen (d.h. Katzen, die nicht nur in der Wohnung gehalten werden). Denn es gibt zu viele verwilderte Hauskatzen, die sich ungehindert vermehren, für die es aber nicht genug Nahrung gibt und die deswegen unter Hunger und Krankheiten zu leiden haben. In einer Gesprächsrunde im letzten Jahr wurden die Vereine aber nur vertröstet - wir fragen deshalb nach dem aktuellen Sachstand in Sachen Kastrationspflicht. Hier die Anfrage im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Landrat,

für die Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr am 21.09. beantragen wir die Aufnahme des o.a. Punktes in die Tagesordnung und bitten dazu um die Beantwortung der folgenden Fragen:

1. Wie ist bezgl. der weiteren Bearbeitung der Bürgeranträge zum Thema Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger-Katzen der Stand der Gespräche mit den Tierschutzvereinen, die der Kreis in Drucksache Z1/A72/2015 vom 09.06.2015 angekündigt hat?

2. Welche Erkenntnisse hat das Kreisveterinäramt über die Entwicklung der Population verwilderter Hauskatzen im Kreis in den letzten Jahren? Ist hier von einer starken Zunahme der Population auszugehen? Wie beurteilt das Veterinäramt in diesem Zusammenhang die Effektivität und Wirksamkeit der seit 2009 laufenden Katzenkastrationsaktionen?

3. Welche möglichen Maßnahmen sieht die Verwaltung, um das bestehende Aktionsprogramm ggf. zu verbessern und auszuweiten? Besteht etwa die Möglichkeit, dies mit entsprechender finanzieller Ausstattung als Regelaufgabe in das Kreistierheim zu integrieren?

Begründung:

Jüngste Berichte (vgl. Rundschau vom 19.08.) legen nahe, dass das Problem einer Überpopulation verwildeter Hauskatzen im Kreis noch immer besteht. Aus Sicht der Fragesteller besteht daher in dieser Sache nach wie vor Handlungsbedarf. Sollten sich die seit 2009 laufenden Katzenkastrationsaktionen als nicht ausreichend erweisen, um die Überpopulation zu bekämpfen, so hat dies auch Auswirkungen auf die Einschätzung der rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung einer kreisweiten Kastrationspflicht, da durch eine fortgesetzte ungeregelte Vermehrung des frei lebenden Katzenbestands auch Schmerzen, Leiden und Schäden durch Unterernährung und resultierendem Krankheitsbefall bei den Tieren angenommen werden können. Die Fragesteller interessiert daher der Stand der Gespräche mit den Tierschutzvereinen und welche anderen Möglichkeiten abseits einer kreisweiten Kastrationsregelung die Kreisverwaltung ggf. sieht, um diesem Problem zu begegnen.