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Vogelsang: Bund der Steuerzahler bestätigt LINKE Kreistagsfraktion

Thomas Bell

Wir hatten als LINKE immer vor einer Einschränkung der Bildungsarbeit im Vogelsang gewarnt. Das war zu einer konkreten Gefahr geworden, seit die große Koalition im Kreistag beschlossen hat, dass die Vogelsang IP wegen der Steigerung der Baukosten ein Darlehen aufnehmen und in den kommenden Jahren entsprechend Geld für Zinsen und Tilgung aufbringen muss. Bisher haben sich die Verantwortlichen in Kreisverwaltung und Trägergesellschaft immer rausgeredet, was die Auswirkungen auf die tägliche Arbeit auf der ehemaligen NS-Ordensburg angeht.

Aber jetzt hat der Geschäftsführer der IP, Albert Moritz, im Magazin des Bunds der Steuerzahler (Ausgabe 7/8 2015) eindeutig erklärt: „Die Kreditbedienung führt primär im Bereich der Bildungsarbeit und der diesbezüglichen Vertriebsarbeit zu Streichungen bzw. Reduzierungen.“ Das ist für uns nicht akzeptabel, denn genau um diese Arbeit in Ausstellung und NS-Dokumentationszentrum gut machen zu können, haben wir diesen Umbau doch erst begonnen. Die Kostensteigerungen sind ein politisches Desaster für alle Beteiligten, umso mehr, wenn es stimmt, dass im Förderantrag eigentlich Kostensteigerungen bereits miteingepreist waren, wie der Bund der Steuerzahler ebenfalls berichtet. Wir fordern als LINKE weiterhin ein Sonderbudget für den Vogelsang, das von den Gesellschaftern der IP getragen wird, damit die wertvolle Bildungsarbeit nicht durch die Kosten der Kreditfinanzierung aufgefressen wird.

Thomas Bell

Faktionsvorsitzender DIE LINKE